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Oberbürgermeisterkandidat
Daniel Helberg im Inter
Herr Helberg, Sie stellen sich am 10. September den Göttingerinnen und Göttingern zur Wahl als Oberbürgermeister. Warum sollte man gerade Sie wählen? Die Göttinger Bürgerinnen und Bürger sollen mich wählen, weil ich der Kandidat bin, der Göttingen einen positiven Schub gibt, der den Mut zur Veränderung und auch den Willen hat, neue Wege zu gehen. Ich möchte überzeugen: Durch meine Ideen für Göttingen, meine Einstellung zum Amt und zum Stellenwert dieser Funktion, meine wirtschaftliche und politische Kompetenz, meinen Umgang mit Menschen, meine Person. Die während meiner beruflichen Laufbahn gesammelten Kenntnisse und Erfahrungen aus der freien Wirtschaft, bilden neben meinen neun Jahren in der Göttinger Kommunalpolitik eine ideale Basis für das Amt des Oberbürgermeisters. Was verbindet Sie mit dem Ortsteil Nikolausberg? Im kommenden Jahr feiern der Ortsteil Nikolausberg und ich unser gemeinsames 40. Jubiläum: Denn im Jahr 1967 wurde ich in der Kirche in Nikolausberg getauft. Was wollen Sie erreichen mit der Wahl zum Oberbürger-meister? Wie werden Sie als Oberbürgermeister sein? Mit meiner Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Göttingen möchte ich erreichen, dass die Menschen wieder mehr Vertrauen in die Spitze der Verwaltung haben. Ich werde mich den Sorgen und Nöten der Bürger annehmen und jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Ich sehe mich als Moderator und Entscheider. Die Potentiale in der Verwaltung effektiver und bürgerfreundlicher zu nutzen und die Kommunikation zu verbessern, ist für mich ein wichtiger Teil meiner Arbeit. Motivation und Eigenverantwortung sollen den Mitarbeitern der Stadtverwaltung vermittelt werden, um somit für mehr Bürgerfreund-lichkeit zu sorgen. Des Weiteren möchte ich die Stadt für die Zukunft rüsten. Das heißt, gemeinsam werden wir die Themen „mehr Familienfreundlichkeit“, „mehr Seniorenfreundlichkeit“, „positives Investitionsklima“ anpacken. Eine gesicherte wirtschaftliche Grundlage ist die Basis für diese Ziele. Wir müssen Anreize für Unternehmensansiedlungen schaffen. Sie nicht „vergraulen“, sondern Gespräche führen und Firmen davon überzeugen, dass Göttingen die richtige Stadt für Investitionen und Innovationen ist. Dazu bedarf es auch einer zügigeren und wirtschaftsorientierten Verwaltungsarbeit. Was wird besser in Nikolausberg? Ich werde mir die Gegebenheiten vor Ort ansehen. In einer Ortsbegehung, die für den 18. Juli geplant ist und gemeinsam mit dem Ortsbürgermeister Jörg Rudolph, dem Landtagsabgeordneten Fritz Güntzler, dem CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Burghard Wegener und hoffentlich vielen interessierten Bürgerinnen und Bürgern stattfinden soll, werde ich mir vor Ort ein Bild über die „Problemfelder“ in Nikolausberg machen. Diese werde ich dann ganz nach meinem Motto „…gesagt, getan!“ zu lösen versuchen. Los geht es an diesem Tag um 18:00 h mit einem Rundgang und ab 20:00 h werde ich den Bewohnerinnen und Bewohnern des Ortsteils im Klosterkrug „Rede und Antwort“ stehen. Wo sehen Sie die Entwicklungspotentiale der Stadt? Göttingen hat mit seiner Autobahn- und Schienenanbindung und seiner Lage in der Mitte Deutschlands einen einmaligen Standortvorteil, der für die Unternehmensansiedlungen eine erhebliche Rolle spielt. Diese exzellente Infrastruktur gepaart mit der Universität und dem Know-how, über das Göttingen verfügt, sollte viel mehr propagiert werden. Weiterhin haben wir ein gutes Angebot an „weichen Standortfaktoren“, wie zahlreiche Kindergarten und Kinderkrippenplätze und ein breites und qualifiziertes Schulangebot. Wir verfügen über eine überdurchschnittliche Kultur- und Soziallandschaft. Dies ist das Fundament für eine hervorragende Entwicklung unserer Stadt. Unternehmensansiedlungen können wir aber nur erreichen, wenn wir die Verwaltungsbürokratie abbauen und Genehmigungsverfahren verschlanken. Göttingen hat in dieser Hinsicht bundesweit leider einen sehr schlechten Ruf. Dieses gilt es umgehend zu verbessern. Was fehlt Ihrer Meinung nach? Berufliche Perspektiven! Wir müssen versuchen, möglichst viele der Menschen, die es im Rahmen der Uni oder anderer beruflicher Engagements einmal in unsere Stadt verschlagen hat, an uns zu binden. Dies geschieht natürlich einerseits durch die Attraktivität der Stadt an sich. Auf der anderen Seite muss eine breitere Facette an Unternehmungen in Göttingen angesiedelt werden. Dafür müssen wir bessere Voraussetzungen für Unternehmensgründungen (u.a. Ausgründungen aus den Hochschulen) schaffen und andererseits starke und verlässliche Arbeitgeber nach Göttingen holen. Die Lücken, welche z.B. die Fa. Huthamaki (Bosch, Phywe, Adams u.s.w.) hinterlassen haben, müssen wieder geschlossen werden. Wie soll Göttingen in 10 Jahren aussehen? Göttingen soll eine glückliche und kulturell vielfältige Universitäts-, Wissenschafts- und Wirtschaftsstadt sein. Studenten, junge und alte Menschen, Familien, viele unterschiedliche Nationalitäten, Arbeiter, Wissenschaftler und viele mehr sollen zufrieden und glücklich in Göttingen leben. Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie ist das im Moment noch nicht der Fall. Ich möchte Göttingen zu einer Stadt machen, auf die man Stolz sein kann und die nicht vorrangig durch negative Meldungen im Licht der Öffentlichkeit erscheint. Die positiven Aspekte gilt es herauszustellen: Unsere Nobelpreisträger, unsere Wirtschaft, unsere Kulturlandschaft und unsere Schatztruhe Innenstadt. Die Stadt, die „Wissen schafft“, soll sich weltweit als Begriff und Ort etabliert haben. Was ist Ihnen in Ihrem Leben wichtig? Haben Sie ein Lebensmotto? Gesundheit, Zufriedenheit und Harmonie innerhalb der Familie sind die wichtigsten Pfeiler und Ausgangpunkt für alle Aktivitäten. Ich bin ein sehr optimistischer Mensch. Nörgler und Neinsager kann ich in meinem Umfeld nicht gebrauchen! Mein persönliches Motto ist: CARPE DIEM! Für Göttingen gilt: Gesagt, getan! |
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