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Interview
mit Fritz Güntzler
Die Redaktion im Gespräch mit Fritz Güntzler, Mitglied im Nds. Landtag und Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Göttingen Herr Güntzler, seit wann leben Sie in Nikolausberg? Wir wohnen seit 2001 hier in Nikolausberg. Wir sind damals kurz vor dem Weihnachtsfest in unser neues Einfamilienhaus eingezogen. Zuvor haben wir in der Oststadt gewohnt. Aber nachdem die Familie auf vier Personen angewachsen war, brauchten wir mehr Platz. In der Lehmkuhle haben wir dann ein schönes Grundstück gefunden. Haben Sie sich in Nikolausberg schnell eingelebt? Ja, das ging recht zügig. Wir sind von allen sehr herzlich aufgenommen worden. Gerade für die Kinder war es aufgrund der vielen Kinder in der Eschenbreite einfach, neue Kontakte zu finden. Aber auch ich habe mich in der dörflichen Gemeinschaft gleich sehr wohl gefühlt. Wir nehmen mit der ganzen Familie regen Anteil am Dorfleben: die Kinder spielen beide Fußball beim NSC, meine Frau wird im September für den Ortsrat kandidieren und ich bin aktiv bei der Nikolausstiftung und selbstverständlich Mitglied bei der Feuerwehr und im MGV. Wollten Sie schon immer in Göttingen bleiben? Nein, eigentlich gar nicht. Ich wollte ursprünglich an die Küste zurück. Aber kurz vor meinem Examen habe ich dann meine Frau kennengelernt. Sie ist geborene Göttingerin. Und nach meinem Examen habe ich eine sehr gute Stelle bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Kassel gefunden. So dass ich hier hängen geblieben bin. Aber das habe ich noch nie bedauert. Sie haben Ihre Landtagstätigkeit angesprochen. Welche Aufgaben nehmen Sie dort war? Ich sitze für meine Fraktion im Ausschuss für Wissenschaft und Kultur und im Ausschuss für Rechts- und Verfassungsfragen. Gerade als Göttinger Abgeordnete ist natürlich die Arbeit im Wissenschaftsausschuss von besonderer Bedeutung. Dort werden viele Dinge beraten die unsere Universität betreffen. Können Sie dort als einzelner Abgeordneter denn etwas bewegen? Ja. Sogar mehr, als ich ursprünglich erwartet habe. Es besteht ein sehr enger Draht zu den Ministerien, so dass vieles schon auf dem „kleinen Dienstweg“ erledigt werden kann. Aber auch bei anderen Dingen wie z.B. Gesetzesvorhaben besteht immer die Möglichkeit sich in der Fraktion Gehör zu verschaffen. Da hilft es natürlich, dass es an der Universität Göttingen viele gibt, die einem bei Fragen immer mit Rat zur Seite stehen oder aber auf besondere Probleme hinweisen. Wie sieht Ihre Arbeit im Wahlkreis aus? Die Arbeit im Wahlkreis nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Sie bringt aber auch viel Spaß. Gerade der Kontakt zu vielen Menschen. Viele Bürger, aber auch Vereinigungen und Institutionen wenden sich mit ihren Problemen und Wünschen an mich. Anlaufstation ist dafür meist das Wahlkreisbüro. In vielen Fällen kann man helfen. Darüber hinaus besuche ich Unternehmen, Kultureinrichtungen und Organisationen in Göttingen, um so zu erfahren, wo der Schuh drückt. Und dann gibt es noch zahlreiche Repräsentationstermine, zu denen ich als Abgeordneter eingeladen werde: Jubiläen, Einweihungen, Feierstunden, Jahreshauptversammlungen etc.. Neben Ihrer Tätigkeit sind Sie auch noch im Rat der Stadt. Wie ergänzen sich diese Tätigkeiten? Ja, ich bin seit der letzten Kommunalwahl Mitglied im Rat der Stadt Göttingen und Vorsitzender der CDU-Fraktion. Die beiden Tätigkeiten ergänzen sich hervorragend. Viele Dinge, die im Land beschlossen werden, betreffen unmittelbar die Kommunen. Meine Kenntnisse aus der Kommunalpolitik kann ich somit auch in meine Arbeit im Land einbringen. Welchen Chancen hat Göttingen? Die Lage: Göttingen liegt in der Mitte Deutschlands. Wir haben eine überall in der Welt geschätzte Universität, viele herausragende Forschungseinrichtungen. Auch die sogenannten weichen Standortfaktoren stimmen: so z.B. die Schulangebote und kulturelle Angebote. Daraus müssen wir mehr für unseren Standort machen. Wir brauchen ein investitionsfreundliches Klima. Mit Daniel Helberg als Oberbürgermeister und einer CDU/FDP-Mehrheit können wir hier viel schaffen. Was gibt es noch für Nikolausberg zu tun? Ich bin erst einmal froh, dass es Ortsbürgermeister Jörg Rudolph und mir gelungen ist, gegen den zunächst bestehenden Widerstand bei der SPD und dem Schuldezernten Wolfgang Meyer (SPD) gelungen ist, die Finanzierung für die jetzt erfolgte Schulerweiterung im Rat zu sichern. Wenn es nach dem SPD-Oberbürgermeisterkandidaten Meyer gegangen wäre, hätten wir keinen Neubau, sondern nur eine provisorische Containerlösung erhalten. Ich hoffe, man erinnert sich in Nikolausberg bei der OB-Wahl im September daran. Mittelfristig muss jetzt das gemeinsame Ziel sein, einen zweiten Sportplatz zu bekommen. Das wird sehr schwierig; ist aber dringend erforderlich, wenn die tolle Jugendarbeit des NSC weiterhin fortgesetzt werden soll. Kurzfristig muss auch eine Lösung für den Kindergarten gefunden werden, der zur Zeit aus allen Nähten platzt. Hier werden Stadt und Kirche eine gemeinsame Lösung finden müssen. Ansonsten können wir uns recht glücklich schätzen, über die vorhandene Infrastruktur in Nikolausberg. Herr Güntzler, was machen Sie in Ihrer verbleibenden Freizeit? In der wenigen Freizeit, die mir bleibt, bin ich möglichst viel mit meiner Familie zusammen. Ich spiele regelmäßig Fußball und besuche mit meinem ältesten Sohn gerne Fußballspiele. So fahren wir regelmäßig zu Spielen des FC Bayern München, unserem Lieblingsclub. Vielen Dank für das Gespräch.
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