Ortsverband Nikolausberg 
 
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Nikolausberg: Ein Dorf im Wandel

Eine kritische Rückschau

Nikolausberg war bis zur Eingemeindung in die Stadt Göttingen im Jahr 1964 im wahrsten Sinn des Wortes ein kleines Bergdorf Damals zählte die von der Landwirtschaft geprägte Ortschaft gerade mal 500 Einwohner. Seitdem ist das Dorf um die Baugebiete Senderstrasse, Auf der Lieth/Brachfeld, Im Winkel und Eschenbreite erweitert worden. Landwirtschaft gibt es nicht mehr, aus dem Dorf ist ein Ortsteil mit fast viertausend Einwohnern geworden. Böse Zungen sprechen schon von der Schlafstatt der Göttinger.

Ob das so zutrifft, mag dahingestellt beleiben. Fest steht, dass es bestimmte abgrenzbare Ortsteile gibt, die zeigen, dass es –bis auf die wenigen Eingeborenen-   „den Niklolausberger“ nicht mehr gibt. Deutlich wird die Veränderung auch am Fehlen zentraler Veranstaltungen wie der Kirmes. Nun könnte man das beklagen mit dem Dauerbrenner „Früher war alles besser“. Das nützt aber nichts und ist im übrigen falsch. Wer bis in die späten fünfziger Jahre des vorigen Jahrhundetrs noch sein Plumsklo nutzte und das Wasser vom Brunnen holte, weiß, dass der Fortschritt und die Eingemeindung auch für Nikolausberg nur Vorteile mit sich brachte. Unser Beitrag „Feste Feiern in Nikolausberg“ zeigt, dass die Vielfalt zugenommen hat. 

Nur, heute befasst sich niemand ernsthaft mit der Veränderung und befasst sich mit zukünftigen Entwicklungen. Die grossartigen Prognosen der Stadt Göttingen und die kostenaufwendigen Untersuchungen befassen sich mit dem Wandel des Dorfes zum Ortsteil nicht oder nur am Rande. Dabei bietet Nikolausberg und seine Umgebung ein grosses Potential. Vielleicht sollte sich der Ortsrat mal mit diesen grundsätzlichen Fragen befassen und Ziele für die nächsten Jahre formulieren. An Sachverstand fehlt es nicht. Es gibt ja Mitglieder, die sich mit der Regionalplanung befassen; das könnte doch ein wenig für die Ortsteilplanung abfallen. 

     




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